Das Studium in Großbritannien

Studium in GroßbritannienDie Entscheidung für ein Studium in Großbritannien ist mit Sicherheit eine große Bereicherung, denn zu den Erfahrungen, die man dort machen kann zählen viele, die einem im späteren Leben weiterhelfen können.

Das Studium an sich gleicht im Aufbau dem Deutschen System, jedoch finden die Vorlesungen oft in kleineren Gruppen statt und es wird viel Wert auf Seminare gelegt, welche mit deutschen Tutorien und Übungen verglichen werden können. Einen größeren Unterschied findet man im Master-Studium, welches in Großbritannien auch in einem Jahr durchgeführt werden kann. Im einjährigen Master wird weniger wiederholt und es ist etwas stressiger, jedoch nutzen viele die Chance, früher ins Berufsleben einsteigen zu können.

Am Studium in England schätzen es sowohl Bachelor- als auch Masterstudenten sehr, dass es für jeden Studiengang und für viele andere Angelegenheiten individuelle Berater gibt, die sich viel Zeit für die Studenten nehmen und zu denen man immerzu gehen kann. Solche Angebote sind in Deutschland eher selten, man hat meist nur allgemeine Studienberater und ein undurchsichtigeres System der Zuständigkeiten.

Neben dem Studieren zählt zum Studium natürlich auch das Leben im neuen Land. In England wird besonders viel Wert auf Freizeitaktivitäten gelegt, die auf dem Campus angeboten werden. Das studentische Leben spielt sich hier deutlich stärker um den Campus herum ab. Die großen Flächen umfassen nicht nur Vorlesungssäle und Wohnheime, sondern es finden sich Plätze für unterschiedliche Sportarten, Proberäume für Musiker und Künstler, nette Bars und Restaurants, in denen man nicht nur den freien Abend genießen, sondern auch arbeiten kann.

Der Campus bietet den Studenten also alles, was sie zum Leben brauchen und untereinander entstehen starke soziale Bindungen. Hier findet man also nicht nur einen qualifizierenden Abschluss, sondern auch Freundschaften fürs Leben. Wer dieses Campusleben schätzt, kommt an den englischen Universitäten sicherlich auf seine Kosten. Jedoch sollte man die Angebote auch nicht falsch verstehen, denn trotz aller Freizeit steht natürlich das Studium und dessen erfolgreicher Abschluss im Vordergrund und sollte im Tagesablauf genügend Zeit finden.

Nach Bologna gibt es auch in England ECTS Punkte, welche erreicht werden müssen. Die Notengebung für Klausuren und Abschlussarbeitet unterscheidet sich jedoch deutlich von der Deutschen. Durch das komplett unterschiedliche Benotungssystem ist auch eine Umrechnung nicht immer ganz einfach.

Es wird unterschieden zwischen First Class, Upper Second, Lower Second und Third Class. First Class bedeutet eine sehr gute Leistung, über 70% im Benotungssystem. Es setzt eine überragende Arbeitsleistung voraus und ist eher selten. Die Upper Second Class entspricht in etwa dem deutschen Einserbereich und verlangt zwischen 60 und 69%. Bei 50 bis 59% befindet man sich in der Lower Second Class eine immer noch durchschnittliche Leistung aber eher etwas schlechter. Und die Third Class schließlich ist zwar die schlechteste Bewertung mit 40 – 49%, man hat jedoch immer noch bestanden. Erst unter 40% ist man durchgefallen.

Bei der Bewerbung für ein Masterstudium in England sollte besonders gut überprüft werden, welchen englischen Bewertungen die deutschen Noten entsprechen, um sich realistische Chancen auszurechnen.

Wer ein Auslandssemester macht muss vorher genau abklären, welche Leistungen er erbringen muss, um es sich anrechnen zu lassen.

Weblinks:
Studieren in England – Der umfangreiche Studieren in England – Guide